Staatsreligion ist der Buddhismus im Königreich Thailand. So wie in anderen Ländern bestimmen die Glaubensrichtung und die Königsfamilie durchaus das öffentliche Leben. Thailand hat auch spezielle Eigenheiten, Tabus, ungewöhnliche Rituale und Umgangsformen. Für uns ist es manchmal schwer nachzuvollziehen, es ist aber eben eine andere Kultur und Denkweise und vieles sollten wir einfach respektieren.

Sicherlich ist es für viele Touristen kaum möglich, sich alles zu merken und situationsbedingt richtig zu verhalten. Aber dafür sind die Thailänder auch bekannt, dass sie den Ausländern ( Touristen – Farangs) verzeihen, wenn Sie in ein Fettnäpfchen getreten sind. Die Thailänder drängen auch nicht unbedingt ihre Kultur dem Urlauber auf. Deshalb ist es sinnvoll die wichtigsten Informationen über das Verhaltungsweise und über die Vermeidung von Fehlverhalten zu erfahren. In größeren Städten, vor allem in der Touristenregion wird durchaus großzügiger auf Verhaltensfehler reagiert als auf dem Lande. Bei Missverhältnis werden dir viele Thai`s mit einem Lächeln entgegnen, dass mit den Grundpfeilern der thailändischen Kultur verankert ist.

Ein weiterer Grundpfeiler der Kultur ist der Wai. Dies ist das typische Begrüßungsritual auf thailändisch. In Thailand gibt man „sich nicht die Hände“ wie es im europäischen Ländern üblich ist, sondern macht den Wai. Was ist der Wai? Bei dem Wai werden die Hände zusammengelegt und vor die Brust, Kinn oder Nase gehalten und gebeugt. Die Höhe der Hand legt den Status der gegrüßten Person fest. Der Wai Gruß oberhalb des Kopfes nur bei Monarchen und Buddha. Diese Form der Begrüßung zeugt von Respekt.

Grundsätzlich begrüßt der mit dem niedrigen Status zuerst die höhergestellte Person. Meistens wird mit einem Kopfnicken der Wai entgegnet und bei gleichrangigen wird der Wai auf Kinnhöhe erwidert.

Königsfamilie, Buddhismus, Respekt und Höflichkeit, Angst das Gesicht zu verlieren sind hier wichtige und wesentliche Schlagworte.

Die Königfamilie, der König und die Familienmitglieder sind unantastbar. Beleidigungen jeglicher Art, kritische Äußerungen, Beschmieren der Königsbilder und auch das Treten auf einen Geldschein oder auch Münze sind respektlos und führen zu drastischen Strafen bis hin zum Gefängnisstrafe. Auch kritische Äußerungen
Auch wenn die Nationalhymne morgens um 8.00 Uhr und abends um 18.00 Uhr erklingt, solltest du Respekt zeigen und wie die Thais einen Moment stehen bleiben.
Der Buddhismus als Staatsreligion ist sehr tolerant und erlaubt allen den Zugang in die Tempelanlagen. Deshalb solltest du Respekt vor den Buddha-Abbildnissen, Skulpturen, Monumente, Tempeln und Mönchen erweisen.
Buddha Statuen in Tempeln nicht unnötig anfassen, anlehnen oder darauf sitzen. Dies gilt als Verstoß dar. Die Ausfuhr von antiken Buddha Skulpturen ganz gleich aus welchem Material ist gesetzlich für Touristen verboten.
Tempel sind heilige Stätten und Orte der Ruhe. In geistlichen Stätten solltest du schulter- und kniebedeckende Kleidung tragen. Auf den Tempelanlagen solltest du dich ruhig verhalten und jede Art von Lärm vermeiden. Vor Betreten eines Tempels muss Du deine Schuhe ausziehen und die Türschwelle sollte nicht betreten / berührt werden.
Mönche sind höchst anerkannte Personen in Thailand. Frauen sollten unter keinen Umständen versuchen, Mönche zu berühren. Frauen sollten immer einen großen Abstand zwischen Ihnen und den Mönchen lassen. Mönche erwidern nicht den Wai Gruß. Das Beten oder Zeremonien von Mönche und Betenden sollte nicht gestört werden.

Kleidung: Eine leichte Stoffhose oder einfach Sarong um die Hüfte und Schulter tragen. Fotographie: Ohne Blitz fotografieren

Eine weitere wichtige Stütze ist der Respekt. Der Respekt in Thailand ist überall im täglichen spürbar. Vor allem gegenüber der Königsfamilie, Mönche und älteren Menschen zeigen die Thailänder Achtung. Du wirst überall in Thailand Leute sehen, die sich beim Vorbeigehen an Älteren Menschen bücken / beugen. Aber auch der Wai Gruß als Form der Begrüßung zeugt von Respekt.

Das mit dem Gesicht verlieren in Thailand

Man sollte alles vermeiden, was den Thailändern das Gesicht verlieren lassen könnte. Das mit dem Gesicht verlieren ist in ganz Asien verbreitet. Dies hat auch mit Respekt zu tun! Was heißt das? Das Gesicht verlieren kann man, wenn man z.B. seine Beherrschung verliert, gegen elementare Regeln verstößt, einen Thailander in der Öffentlichkeit bloßstellt oder ihn sehr massiv kritisiert.

Beipsiele:

    • Ältere auf einen Fehler hinweisen sollte vermieden werden
    • Unwissenheit wird meist nicht eingestanden
    • Bei Nichtverstehen wird nicht nachgefragt

Bei Betrunkenen Thailändern sollte vermieden werden, sie bloß zustellen. Viele Ausländer gelten „gesichtslos“, weil er die gesellschaftliche Ordnung in Thailand nicht ausreichend kennt.

Kopf, Hände und Füße sind von besonderen Bedeutung

Der Kopf, die Hände und die Füße haben eine besondere Bedeutung in Thailand. Der Kopf ist in Königreich heilig und dort sitzt das „eigene ich“. Deshalb sollte man vermieden Thailander, selbst Kinder am Kopf zu berühren. Wobei gerade die Thai die ausländischer Kinder gerne am Kopf berühren.
Die Füße sind das Niedrigste in der thailändische Kultur, sie sind unrein. Deshalb sollte man niemals die Füße in Richtung eines Kopfes strecken, beim Sitzen die Füße nicht in Richtung einer anderen Person zeigen. Falls man dennoch z.B. versehentlich einen auf den Fuß tritt höflichst um Entschuldigung bitten. Dies ist auch der Grund, warum man die Schuhe vor Eintritt in einen Tempel oder bei einem Besuch einer thailändischen Familie auszieht.

Schnelle Tipps für das richtige Verhalten in Thailand

  • Unantastbarkeit des Königs und der Königfamilie
  • Respekt vor Buddha, sakralen Skulpturen, Tempeln und Mönchen
  • Mönche nicht berühren
  • Generell sollte eine Berührung am Kopf vermieden werden
  • Keine Schuhe tragen beim Betreten von Tempeln
  • Benutzen Sie beim Essen die rechte Hand
  • An öffentlichen Plätzen etwas zurückhaltender mit Zärtlichkeiten sein
  • Bei der Nationalhymne einfach einen Moment inne halten
  • Tragen von angemessener Kleidung – Hotpants, Tanga´s oder ähnliches sind im Alltag nicht gerne gesehen
  • Der Fuß oder Fußsohle sollte niemals auf ein Königsbild, Mönch oder eine Person gerichtet werden.
  • Einfach mehr Lächeln
  • Keine Füße auf den Tisch legen

 

Grundsätzliches

Die Thailänder leben im jetzt und hier – die Zukunft ist meist fern und man macht sich darüber keinen Kopf. Die typischen Thailänder geben gerne ihr hartverdientes Geld für die Familie und auch manchmal für unnützes aus. Oft scheint es etwas angeberisch und auch verschwenderisch zu wirken, dennoch sind die meisten sparsam. Viele Thailänder haben kein großes Einkommen, möchten aber trotz allem hin und wieder sich etwas leisten und den „Wohlstand“ zeigen. Die Definition Wohlstand ist eine andere als in Europa. Dies ist übrigens die Einstellung vieler asiatischer Menschen, dass Sie den Wohlstand nicht verstecken müssen.
Geschenke werden meist aus Höflichkeit erst abgelehnt und später angenommen. Geschenke werden nicht in Anwesenheit vor dem Schenker geöffnet, weil man Empfindung oder Gesichtsverlust vermeiden möchte.

Wie bereits oben geschrieben, werden Fehltritte mit einem Lächeln und vielleicht den Wörter „Mai pen rai“ abgetan. Mai pen rai bedeutet so viel wie „kein Problem“, „Macht nichts – nicht schlimm“. Diese Lebenseinstellung macht das Leben in Thailand sehr lebenswert. Ich denke, dass wir alle ein wenig von der Einstellung annehmen sollten, als ewig über alte Kamellen zu diskutieren.

Allerdings sollte man auch nicht die Nerven, der Thais zu arg strapazieren. Denn gerade wenn Alkohol im Spiel werden häufig nicht mehr Worte sondern Fäuste gewechselt.

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